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Informationsflut – Zeitmanagement – Web 2.0

Veröffentlicht in Internet, Ottensen, Social, Software, web 2.0 von Kay am 4. März 2009

Ich habe letztens einmal die Zeit gemessen, wie lange ich benötige um meine gesamten Internet-Informationsquellen (die ich auch alle sehr interessant finde) an einem Morgen zu lesen. Es waren insgesamt zweieinhalb Stunden (trotz RSS-Reader). Das fand ich einfach zu lange.
Also fing ich an mir eine Lösung zu suchen.

Ich sortierte erst einmal, welche Quellen ich benutze und welche Hilfsmittel ich dafür benötige.

Die sahen dann wie folgt aus:

  • Websites die ich gerne persönlich besuchen möchte (Blogs etc.).
  • Meine RSS-Feeds.
  • Videos, die ich suche oder mir ansehe.
  • Artikel, die ich abgespeichert habe um sie mir später durchzulesen.
  • Internetseiten, bei denen ich aktiv teilnehme (Blog, Flickr, You Tube usw.). 
  • Meine E-Mails

Chatten finde ich nicht so interessant.

Leider konnte ich bisher im Internet keine „All-in-One-Online-Lösung“ finden. Es ist aber auch nicht so ganz einfach, da viele Web 2.0-Anwendungen, die man täglich benutzt, nicht unbedingt hinsichtlich des Problems „Zeitmanagement“ konzipiert wurden. 

Ich fing also an meine Quellen zu kategorisieren und zwar zwischen:

Privat, Geschäftlich und Projekte

Bei einigen Angestellten laufen sicherlich auch viele persönliche Nachrichten auf, die man auch zu Hause lesen könnte. ;-)

Der nächste Schritt war die Wichtigkeit:

Wichtig, mittelwichtig, unwichtig

Weiter habe ich noch unterschieden zwischen den aufgestellten Themenbereichen (Nachrichten, Aktuelles, Sonstiges usw.) sowie einer Überschrift. 

Bisher habe ich eine Teillösung mit einem eigenen Favoriten-System und einem selbstentwickelten Browser (integriertes VBA-Steuerelement) gefunden. 

Hierüber kategorisiere ich die Websites, die ich persönlich besuchen möchte. Auch die wichtigsten RSS-Feeds laufen über das System (ich benötige aber trotzdem noch einen Reader) und die Artikel-Archivierung (für die spätere Durchsicht).

Die Kategorisierung erfolgt ziemlich flott (z.B. mit einem automatischen Aufklappen der Kombinationsfelder). Die Maus braucht man dann nicht mehr zu betätigen.

kategorisierung

Beispiel für das Abspeichern eines Videos.

Wenn ich jetzt unter Zeitdruck stehe, kann ich die wichtigsten Nachrichten durchlesen, alles andere kann ich dann auf den Abend verschieben. Auch die Themenbereiche habe ich im Überblick.

Schwer wird es mit einigen Web 2.0 Anwendungen. Wer z.B. bei You Tube in seinen Favoriten mehrere hundert Videos hat, wird Schwierigkeiten bekommen, ein Video herauszusuchen. Man könnte es natürlich noch über eine normale Suchabfrage versuchen. Aber auch das kann einige Minuten dauern. Schöner wäre es, wenn man die Favoriten noch unterteilen könnte. 

Auch hier habe ich versucht eine Lösung zu finden. Viele Videos sind es sicherlich Wert, öfters angesehen zu werden. Das macht man aber nur, wenn man nicht lange suchen muss und man eine entsprechende, komfortable Übersicht hat. 

In einer  Ottensener Bar habe ich letztens gesehen, wie das Personal über „You Tube“ ihre Gäste beschallten. Die Idee fand ich ganz gut. Nur man hatte dort sehr viel mit dem Suchen zutun gehabt. Ich habe dann etwas später mein Bier bekommen. Aber es brachte mich auf die Idee, die für mich wertvollen Videos besser zu verwalten und habe dann folgende Lösung programmiert:

Video-Archiv

Abspielen und Suchen von Internet-Videos

Über den eigenen Browser (nicht abgebildet) wird der jeweilige Song bei einem Video-Portal (You Tube, MyVideo, Fliggo usw.) angesteuert, der Einbettungscode angeklickt (und somit markiert) und durch eine Hinzufügen-Schaltfläche im Browser automatisch ins „Video-Detail-Formular“ eingetragen. Danach wird das Video kategorisiert und abgespeichert. Die Suche später erfolgt über eine „Volltextsuche“ im Video-Titel. 
Das ganze dauert nur Sekunden. 
Ein Auslesen des Seiten-Quellcodes für den Video-Titel etc. hielt ich aufgrund der unterschiedlichen Video-Plattformen für zu problematisch.
Mit dieser Anwendung oder einer ähnlichen Lösung bei You Tube hätte ich in der Bar sicherlich etwas schneller mein Bier bekommen.  
Und so geht es mit vielen weiteren Anwendungen bei den Web 2.0 Technologien. 

Ich glaube „Zeitmanagement“ wird noch in der Zukunft ein ganz großes Thema werden (war es ja eigentlich schon immer). Da werden RSS-Reader alleine nicht ausreichen.

Schön wäre eine Online-Anwendung, die für jeden nutzbar wäre. Video-, RSS-, Foto-, Website-, Blogverwaltung usw. die man dann mit den vorhandenen Web 2.0 Anwendungen für sich kombinieren kann. Das wird die Herausforderung für die Zukunft. 
Und diese Anwendung wird kommen müssen.

Erste gute Schritte hat hier schon der Browser Flock vollzogen, der sich in Zukunft an Google-Chrome halten wird.

Der Aufbau und Ansatz ist sicherlich richtig. Aber auch hier hat man das Problem, nicht von jedem Rechner an eine Übersicht seiner Daten zu gelangen. Auch werden bisher nicht alle Wünsche die ich habe, erfüllt.          

Wie ich schon in anderen Beiträgen lesen konnte (hier und hier), kann man auch an sich selber arbeiten, indem man sich z.B. eine gewisse Zeit für die Informationsbeschaffung /-beschäftigung  vorgibt und versucht, das Lesen schneller durchzuführen. 

Tja, dass wird noch alles ganz interessant und spannend. So ganz glücklich bin ich mit meiner Lösung aber auch noch nicht.

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