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Hamburg: Der verlassene Schwan

Posted in Hamburg by Kay on 6. Oktober 2012

Heute verirrte sich ein Schwan in der Hamburger Innenstadt. An der Ecke  „An der Stadthausbrücke“ / „Düsternstraße“ lief er ziemlich nah an der vielbefahrenden Straße entlang. Eine Streifenwagenbesatzung vor Ort informierte die Einsatzzentrale bzw. Wache über Funk. Die wiederum versuchte telefonisch den Hamburger Schwanenvater zu erreichen.

Bis zur erwarteten Ankunft des Schwanenvaters wurde der Schwan von den Polizisten mit Brot gelockt, damit er nicht auf die Straße läuft.

Das Tier hatte keinen Ring am Bein. Wahrscheinlich war der Schwan von außerhalb und hatte sich deshalb in der Hamburger Innenstadt verirrt. Wenn man sich ihm näherte, fing er sofort an zu fauchen und zeigte keine Angst.

Nach einer geraumen Zeit traf auch ein Fahrzeug der Hamburger Feuerwehr ein:

Man fühlte sich aber nicht zuständig und fuhr nach drei Minuten wieder ab:

Der Schwan lief also immer noch hilflos durch die Gegend.

Man wartete von der Streifenwagenbesatzung weiterhin auf den Schwanenvater:

Dann teilte man den Beamten vor Ort über Funk mit, dass man den Schwanenvater nicht erreichen könne und ordnete den Abzug an:

Rechts im Bild erkennt man den allein umherirrenden Schwan, mit dem ich nun alleine dort stand. Okay, ich muss zugeben, die Tauben und der Schwan waren jetzt gut versorgt:

Nun fing der Schwan an, den Verkehr auf seine Art zu regeln:

Da auch ich mich nicht näher an das Tier herantraute, blieb mir nichts anderes übrig, als die teilweise von beiden Seiten sehr schnell heranfahrenden Fahrzeuge mit Handzeichen zu bitten, vom Gas zu gehen.

Nach einer Stunde legte sich der vom Verkehr und der Aufregung erschöpfte Schwan an den Straßenrand. Ein Autofahrer stellte seinen Wagen mit Warnblinklicht schützend vor den Schwan. Ich bekam mit, wie ein weiterer Autofahrer die Polizei anrief. Eine ältere Passantin fragte mich, ob denn schon einer die Polizei gerufen hätte. Ich sagte ihr, die sei vor einer Stunde abgefahren und hätte den Schwan hier alleine gelassen.

Das entsetzte Gesicht hättet ihr mal sehen sollen.

Dann ging der Schwan in Richtung Kreuzung:

Wie man sieht, sehr Rücksichtsvoll von den Autofahrern,  eine Fahrspur nur für ihn alleine:

Kurz vor dem Abbiegen, traf dann doch noch ein Streifenwagen ein. Die Streifenwagenbesatzung konnte den Schwan mit einer großen Decke dann in die Alster leiten.

Dort fühlte er sich sichtlich wohler:

Einen Artikel über die Alsterschwäne bei Wikipedia fand ich ganz interessant. Die Schwäne haben für Hamburg eine ganz besondere Bedeutung.

Ich wusste das.

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2 Antworten

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  1. michaela said, on 7. Oktober 2012 at 12:02

    Was für eine super Schwanen-Doku!! Und sogar mit Happy Ending 😀

  2. Eva said, on 30. Oktober 2012 at 13:29

    Ach Du lieber Schwan! Der hat ja einige Leute ganz schön auf Trab gehalten – u. a. Dich! 😉
    Diese tolle Bildergeschichte war es aber allemale wert.


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