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Barkasse „Müggenburg“ an den Hamburger Landungsbrücken gesunken: Die Bergung

Posted in Hafen, Hamburg by Kay on 10. Februar 2015

Taucher Frey

Am Mittwochmorgen, den 04.02.2015, sank die Barkasse „Müggenburg“ an den Hamburger Landungsbrücken. Die Ursache für das Unglück ist noch unklar, Menschen kamen nicht zu Schaden.

Um den Unglücksort wurden Öl-Sperren ausgelegt, da Betriebsstoffe austraten. Am Donnerstagvormittag kreiste ein Hubschrauber über den Unglücksort:

Hubschrauber bei der Müggenburg

Screenshot Webcam mit dem Einverständnis vom „Empire Riverside Hotel“.

Am Donnerstagnachmittag machten sich Berufstaucher an die Arbeit, um die Barkasse zu bergen. Die Vorbereitungsarbeiten nahmen einige Stunden in Anspruch. An der gesunkenen Barkasse wurden aufblasbare 5 Tonnen Hebesäcke angebracht, um das Unglücksschiff anzuheben. Das Anbringen der Säcke stellte sich als schwierig heraus, da die Sicht im Wasser sehr schlecht war und die Barkasse ungünstig lag.

Bei den Vorbereitungen wurde der Taucher an Deck des Taucherbootes von weiteren Mitarbeitern unterstützt:

Taucher Frey

Die Arbeiten des Tauchers wurden auf dem Taucherboot ständig über einen Bildschirm beobachtet. Das Wasser war so trübe, dass man auf dem Monitor kaum etwas erkennen konnte. Zusätzlich bestand zu dem Taucher ständiger Sprechfunkkontakt:

Taucher Frey

Donnerstagabend wurden die Arbeiten eingestellt, da der Taucher eine längere Pause benötigte.

Die Barkasse lag zum Teil unterm Ponton und musste Freitagabend durch ein Festmacherboot losgezogen werden. Schlepperbesatzungen leuchteten den Ort aus.

Dabei lösten sich die Hebesäcke und schossen aus dem Wasser:

Hamburger Hafenschlepper

Aber das Ziel, die Barkasse unter dem Ponton herauszuziehen, wurde erreicht.

Die Hebesäcke mussten erneut an das Unglücksboot angebracht werden. Zusätzlich wurden noch weitere Säcke aus Lübeck geliefert.

Taucher in Hamburg

Sonntagabend konnte man die Barkasse auf die andere Uferseite ziehen, an einer Stelle, wo der Wasserstand bei Ebbe sehr niedrig ist.

Nachdem die Taucher Tag und Nacht unter schwersten Bedingungen gearbeitet hatten, waren sie abends erschöpft und froh ihre Arbeit beendet zu haben.

Hamburg Taucher

Als am Dienstagnachmittag Niedrigwasser eintrat, wurde die Barkasse freigelegt und das ganze Ausmaß der Schäden wurde sichtbar:

Barkasse Müggenburg

Zahlreiche Schaulustige waren vor Ort:

Hamburg Schaulustige

Die Freiwillige Feuerwehr „Groß Flottbek“ unterstützte die Arbeiten und half beim Abpumpen des Wassers:

Freiwillige Feuerwehr Groß Flottbek

Auf der Barkasse mussten weitere Pumpen und Schläuche ausgelegt werden:

Barkasse Müggenburg

Als die Flut eintrat, zogen Festmacher mit ihrem Boot die Barkasse aus der Schieflage:

Festmacher Hamburg

Nach mehreren Stunden Arbeit konnte das Unglücksboot wieder auf die andere Seite gezogen werden, um es dort am Ponton festzumachen und um das restliche Wasser abzupumpen.

Barkasse Müggenburg

Die Barkasse „Müggenburg“ ist ein ehemaliges Funkstreifenboot der Wasserschutzpolizei und hat eine Länge von ca. 12 Metern. Das Boot wurde 1959 gebaut und im Mai 1977 außer Dienst gestellt. Es gehört einer Privatperson.

Eine Antwort

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  1. michaela said, on 11. Februar 2015 at 19:05

    oha!


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