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Flüchtlinge in Othmarschen: Informationsveranstaltung zur Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in der Paul-Ehrlich-Straße

Posted in Altona, Hamburg by Kay on 13. Juli 2015

Flüchtlinge in Bahrenfeld: Informationsveranstaltung zur Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in der Paul-Ehrlich-Straße

Der Ausschuss für Soziales, Integration, Gleichstellung und Flüchtlinge der Bezirksversammlung Altona hatte heute Abend interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung zur Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung der „Paul-Ehrlich-Straße“ in die Aula der Elbschule (Othmarschen) eingeladen.

An der Veranstaltung nahmen ca. 400 Bürgerinnen und Bürger teil.

Einleitend berichtete Johanna Westphalen von der Innenbehörde über die Situation in der Zentralen Erstaufnahme (ZEA) in der Schnackenburgallee und erklärte, mit welchen großen Schwierigkeiten die Behörde zurzeit zu kämpfen hätte. Aufgrund der täglich zunehmenden Anzahl von Flüchtlingen, die in Hamburg ankommen, werden zurzeit die Zelte beim „Roten Kreuz“ knapp. Man versuche zwar die Qualität der Unterbringung zu verbessern, was sich aber zurzeit als sehr schwierig herausstellt. Gerne würde man die Flüchtlinge in Gebäude unterbringen.
Zeitweise kommen in der Nacht zwischen 200-300 Flüchtlinge an, die dann am Tage untergebracht werden müssen.

Eine Besucherin, die sich als „Aktivisten“ ausgab, fragte, warum denn die Flüchtlinge nicht in Büros oder Schulen untergebracht werden können.
Dazu meinte die Vertreterin der Innenbehörde, dass es sehr oft Probleme mit den Brandschutzbestimmungen geben würde. Es sei ein Unterschied, ob in einem Büro am Tage eine Person arbeitet oder ob sich in dem Raum mehrere Personen, mit teilweise unterschiedlichen Sprachen und teilweise schlafend dort aufhalten.

Ein weiteres Problem seien gerichtliche Klagen von Privatpersonen.

Zwar werden die Möglichkeiten für die Unterbringung von Flüchtlingen in einzelne Gebäude geprüft, aber die Ausstattung und Einrichtung sei sehr Kosten – und Zeitintensiv. Mitunter ist es aufgrund der Brandschutzbestimmungen auch gar nicht möglich.

Hinsichtlich des Grundstückes in der Paul-Ehrlich-Straße möchte man für eine Erstaufnahme gerne für 600 Flüchtlinge Gebäude mit zwei Bauriegeln bauen. Betriebsbeginn soll dann im Jahr 2017 sein. Erwähnt wurde auch, dass dann für 65 Flüchtlinge ein Sozialarbeiter zuständig sein wird. Die Flüchtlinge sollen dort nicht länger als drei Monate untergebracht werden.

Ein Teilnehmer regte an, dass man bei so einem großen Bau auch gleich für 800 Flüchtlinge ein Gebäude errichten könnte, was ihm für diese Idee im Saal von den Besuchern viel Applaus entgegenbrachte. Sicherlich wird man diese Anregung in weitere Überlegungen mit einbeziehen.

Als ein großes Problem sahen viele die Verkehrssituation an. Nachdem man im Stadtteil schon zahlreiche Zebrastreifen entfernt hatte, möchte man bei einem Zuzug von so vielen Personen eine gründliche Verkehrsplanung. Das lag wohl sehr vielen Anwohnern im Magen.

Angst vor den Flüchtlingen spürte man im Saal nicht. Ganz im Gegenteil, viele Bürgerinnen und Bürger wollten wissen, wie sie in Zukunft aktiv helfen können.

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